Die Ortsgruppe Pfullendorf

 

Wir stellen uns vor:

Unsere Ortsgruppe wurde 1910 von „32 ehrwürdigen Bürgern gegründet, erster Vertrauensmann war der Friseurmeister Adolf Deyle und später der Zahnarzt Emil Burkhart. Vereinsziel war die Pflege der Heimat- und Naturkunde mit Tierbeobachtungen und die Kennzeichnung von Wanderwegen. Zeitzeugnis ist eine steinerne Bank auf dem Ramsberg vom Steinhauermeister Pfeffer mit der Inschrift: Schwäbischer Albverein Pfullendorf 1913. Zur 50-Jahr-Feier 1960 konnte noch das Gründungmitglied Gerbermeister Karl Bauer geehrt werden.

Nach dem Ersten Weltkrieg hat der Verein wieder einen schönen Aufschwung genommen und überwiegend „betuchte“ Mitglieder haben das Vereinsgeschehen bestimmt. Die Blätter des Schwäbischen Albvereins geben über die Zeit von 1922 bis 1945 nur wenig Auskunft, die Ortsgruppe wurde nach 1933 anderen Nationalsozialistischen Organisationen untergeordnet. Überregional blieb der Schwäbische Albverein jedoch bestehen, behielt seine Struktur und sein eigenes Rechnungswesen, musste sich aber dem Zeitgeist anpassen.

Der Wiederaufbau der Ortsgruppe nach dem 2. Weltkrieg (um 1951/52) ist vor allem dem Kaufmann Martin Siegle zu verdanken, der schon 1910 zu den Gründungsmitgliedern gehörte. In den Protokollen von 1961 bis 1968 wird von der Ausrichtung der Gauversammlung, Tierbeobachtungen die schon morgens um 4 Uhr begannen, Lichtbildervorträgen  und Ganztagesausflügen in die Schweiz berichtet. Vertrauensmann von 1951/52 bis 1970 war der Gewerbeschulrat i.R. Emil Faigle.

Danach begann die Amtszeit von Herbert Wick (28 Jahre bis 1997), geprägt von vielen Wanderungen im Villnößtal und engen Beziehungen zur Familie Messner mit dem Sohn Reinhold Messner, der 1971 einen Lichtbildervortrag in Pfullendorf hielt. 1986 wurde eine 4-Tage-Radwanderung um den Bodensee organisiert, an Fastnachtsumzügen teilgenommen und die noch heute beliebten Osterhasenwanderungen eingeführt. Höhepunkt zur 70-Jahrfeier im Jahr 1980 war der Ausflug nach Barcelona und an die Mittelmeerküste.

Im Oktober 1997 übernahm Berthold Ruther die Leitung der Ortsgruppe, nachdem Herbert Wick völlig überraschend verstorben war. In seiner Amtszeit wurden regelmäßig Halb- und Ganztageswanderungen angeboten und immer die bis heute beliebten Wanderwochen beibehalten. Unter seiner Führung etablierte sich der Verein zu einer großen Wanderfamilie mit starkem Zusammenhalt. Für seine Verdienste wurde Berthold Ruther zum Ehrenvorstand ernannt.

Seit 2011 hat Hartmuth Dinter die Vereinsführung übernommen und gestaltet das Vereinsleben mit vielen Aktivitäten. Nach der Jahreshauptversammlung folgt der Älblerball mit Aschermittwochstreff, der beliebten Osterhasenwanderung, einer Vielzahl von Halb- und Ganztageswanderungen, Städtetouren mit sachkundiger Führung, einer Wander- und Ferienwoche mit wechselnden Zielen, 4-Tage-Wanderungen in der näheren Umgebung und nach dem beliebten Jahresrückblick und dem Adventskaffee zum Jahresabschluss.

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